Was kostet GEO?
Laut aktuellen Marktdaten kostet ein einmaliger GEO-Audit für kleine bis mittlere Websites etwa 500 bis 2.500 Euro, eine laufende Betreuung für KMU meist 500 bis 3.000 Euro monatlich — größere B2B- und Enterprise-Projekte deutlich mehr. Freelancer-Stundensätze liegen bei 70 bis 150 Euro (Spezialist:innen bis 220 Euro), Agentur-Stundensätze bei 150 bis 300 Euro. Der tatsächliche Preis für dein Projekt hängt stark von Website-Größe, Branche und Ausgangslage ab — seriöse Anbieter nennen einen Festpreis erst nach Blick auf deine Website.
Bei der Recherche zu diesem Artikel bin ich auf ein Muster gestoßen, das ich dir nicht vorenthalten will, bevor wir über Zahlen sprechen: Mehrere „GEO-Preis”-Artikel im Netz widersprechen sich selbst — dieselbe Website nennt in verschiedenen Beiträgen unterschiedliche Preisspannen für dieselbe Leistung, teils belegt mit angeblichen Studien großer Marktforschungsinstitute, die sich nirgends auffinden lassen. Mehr dazu im Faktencheck weiter unten. Die Zahlen in diesem Artikel stammen stattdessen aus mehrfach unabhängig bestätigten Quellen — echten Freelancer-Umfragen, veröffentlichten Agenturpreisen und branchenübergreifenden Kostenstudien.
| Freelancer-Stundensatz SEO/GEO | 70–150 € (Einsteiger 40–70 €, Top-Spezialist:innen 150–220 €) |
| Agentur-Stundensatz | 150–300 € |
| Tagessatz | 600–1.500 €, bei Spezialisierung bis 2.000 € |
| Einmaliger GEO-Audit (KMU) | ca. 500–2.500 €, je nach Tiefe und Umfang |
| Einmaliger GEO-Audit (B2B/größer) | ab ca. 3.500 € |
| Laufende Betreuung (KMU-Einstieg) | ca. 500–1.500 € monatlich |
| Laufende Betreuung (umfassender) | ca. 1.500–5.000 € monatlich |
| Automatisierte Self-Service-Tools | 0–150 € (einmalig oder pro Jahr) — andere Kategorie als Beratung |
| Anbieter | Deine SEO Agentur, Herten (NRW) — deine-seo-agentur.de |
Warum GEO-Preise so stark streuen — und warum das kein Warnsignal ist
Eine Preisspanne von 500 bis 15.000 Euro monatlich wirkt zunächst wie Beliebigkeit. Ist sie aber nicht — sie spiegelt drei sehr unterschiedliche Ausgangslagen:
Erstens die Größenordnung des Kunden. Ein lokaler Handwerksbetrieb mit zehn Kernseiten braucht etwas fundamental anderes als ein B2B-Industrieunternehmen mit hundert Produktseiten in fünf Sprachen. Beide zahlen „GEO-Preise” — nur für völlig unterschiedliche Arbeitsmengen.
Zweitens das Verhältnis von SEO-Fundament zu GEO-Aufbau. Wie in Artikel „SEO & GEO für kleine Unternehmen” begründet: GEO baut auf SEO auf. Eine Website mit solider SEO-Basis braucht nur den GEO-Aufsatz — deutlich günstiger als eine Website, die beides von Grund auf neu bekommt.
Drittens der Eigenanteil. Wer Google-Unternehmensprofil, Kundenfragen und Bewertungspflege selbst übernimmt (wie im 90-Tage-Plan beschrieben), zahlt nur für das, was er nicht selbst leisten kann oder will — technischer Audit, Schema-Korrektheit, strategische Steuerung.
Die 4 Abrechnungsmodelle im Detail
Stundensatz
70–300 € / Std.
Das transparenteste Modell: Abrechnung nach tatsächlichem Zeitaufwand. Laut mehreren übereinstimmenden Markterhebungen bewegen sich Freelancer-Stundensätze für SEO und GEO meist zwischen 70 und 150 Euro, mit einer breiten Mittelzone um 90 bis 120 Euro. Einsteiger:innen liegen bei 40 bis 70 Euro, ausgewiesene Spezialist:innen bei 150 bis 220 Euro. Agenturen berechnen für Beratungsleistungen typischerweise 150 bis 300 Euro pro Stunde — der Aufschlag gegenüber Freelancern erklärt sich durch Overhead, Teamstruktur und Projektmanagement.
Geeignet für: klar abgegrenzte Einzelaufgaben, punktuelle Beratung, Stunden- Kontingente ohne festen monatlichen Umfang.
Einmaliger Audit
500–3.500+ €
Eine einmalige, umfassende Analyse der aktuellen KI- und Suchsichtbarkeit — typischerweise inklusive Schema- und Technik-Check, Entity-Bewertung, Wettbewerbsvergleich und priorisiertem Maßnahmenplan. Für kleine bis mittlere Websites bewegen sich seriöse Angebote meist zwischen 500 und 2.500 Euro; ein besonders umfassender Audit mit Live-Tests in mehreren KI-Systemen und Strategiegespräch kann auch bei rund 1.500 Euro liegen. Umfangreichere B2B-Audits mit strategischem Setup starten häufig erst ab etwa 3.500 Euro.
Wichtig zur Abgrenzung: Automatisierte Self-Service-Tools, die eine Website in wenigen Minuten scannen, kosten oft nur einen zweistelligen Euro-Betrag oder sind kostenlos — das ist eine andere Kategorie als ein Beratungsaudit mit persönlicher Einordnung und Maßnahmenplan, aber ein legitimer, günstiger erster Schritt.
Geeignet für: den Einstieg, bevor eine laufende Betreuung entschieden wird — und für alle, die selbst umsetzen wollen, aber eine fundierte Standortbestimmung brauchen.
Laufender Retainer
500–5.000+ € / Monat
Die kontinuierliche Betreuung — Content-Erstellung, technische Pflege, Entity-Ausbau, Monitoring. Für kleinere Websites und KMU mit überschaubarem Themenumfang bewegen sich realistische Einstiegspakete meist zwischen 500 und 1.500 Euro monatlich. Umfassendere Betreuung über mehrere Kanäle und mit regelmäßiger Content-Produktion liegt häufig bei 1.500 bis 5.000 Euro. B2B-Unternehmen mit komplexeren Themenräumen und Wettbewerbsumfeld zahlen laut mehreren Quellen ab etwa 2.500 Euro aufwärts, in Einzelfällen deutlich mehr.
Geeignet für: Unternehmen, die kontinuierlich neue Inhalte und Themen brauchen und die strategische Steuerung nicht selbst leisten können oder wollen.
Projektpauschale
individuell
Ein Festpreis für ein klar abgegrenztes Projekt — etwa „GEO-Grundausstattung für zehn Kernseiten” oder „llms.txt- und Schema-Implementierung”. Der Vorteil: Planungssicherheit für beide Seiten. Der Preis ergibt sich aus geschätztem Zeitaufwand mal Stundensatz, deshalb lässt sich hierfür keine seriöse allgemeine Spanne nennen — er hängt vollständig vom konkreten Projektumfang ab.
Geeignet für: einmalige, klar definierte Vorhaben ohne Wunsch nach laufender Betreuung danach.
Freelancer oder Agentur — was passt zu deinem Budget?
| Kriterium | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|
| Stundensatz | 70–150 € (Spezialist:innen bis 220 €) | 150–300 € |
| Struktur | Eine Person, direkter Kontakt | Team mit verteilten Spezialgebieten |
| Verfügbarkeit | Begrenzt durch Kapazität einer Person; Urlaub/Krankheit können Lücken reißen | Vertretung im Team meist gegeben |
| Vorteil bei kleinem Budget | Geringerer Overhead, oft passender für KMU-Budgets | Breiteres Leistungsspektrum aus einer Hand |
| Worauf achten | Nachweisbare Referenzen, klare Leistungsbeschreibung im Stundensatz | Transparentes Preismodell, keine versteckten Zusatzkosten |
Ein gutes Zwischenmodell für viele KMU: ein Lead-Freelancer, der bei Bedarf Spezialist:innen hinzuzieht — Flexibilität eines Freelancers kombiniert mit einer gewissen Team-Absicherung. Wer als Solo-Selbstständiger selbst die Dienstleistung anbietet, findet die eigene Preis-Perspektive im Artikel „GEO für Freelancer”.
Was den Preis für dein Projekt am stärksten verschiebt
Website-Größe und Ausgangslage
Zehn Kernseiten mit sauberem SEO-Fundament sind ein anderer Auftrag als hundert Seiten mit Altlasten. Ein technischer Audit am Anfang zeigt, wie viel Vorarbeit schon steckt — und beeinflusst den Preis direkt.
Regulierte Branche
Gesundheit, Finanzen, Recht oder Nahrungsergänzung (Health-Claims-Verordnung) brauchen zusätzliche Sorgfalt bei jeder Content-Aussage — das erhöht den Aufwand pro Seite gegenüber unregulierten Branchen.
Shop vs. Content-Website
Ein Onlineshop mit Produkt-Schema, Kategorieseiten und Preisdaten ist aufwendiger als eine reine Leistungs- oder Content-Website — mehr Datenpunkte, mehr potenzielle Fehlerquellen.
Eigenanteil
Wer Kundenfragen sammelt, Bewertungen pflegt und das Google-Unternehmensprofil selbst betreut, reduziert den bezahlten Aufwand erheblich — siehe die Selbst-vs.-Auslagern-Tabelle in Artikel 19.
Plattform
Shopify, WooCommerce, individuell entwickelte Systeme — jede Plattform hat eigene technische Eigenheiten (z. B. robots.txt.liquid bei Shopify), die den Implementierungs- aufwand beeinflussen.
Der Preis folgt dem Aufwand, nicht dem Etikett. Ein Angebot, das „GEO” draufschreibt und dafür einen Aufpreis auf die normale SEO-Arbeit verlangt, ohne den Mehraufwand zu erklären, verdient eine Nachfrage — nicht automatisch Misstrauen, aber Klärung.
Vorsicht bei GEO-Preis-Content: Woran du unseriöse Zahlen erkennst
Bei der Recherche zu diesem Artikel sind mir mehrere Warnsignale aufgefallen, die du kennen solltest, bevor du dich an fremden Preisangaben orientierst:
Widersprüchliche Zahlen auf derselben Domain. Mehrere Artikel einer einzigen Website nannten für dieselbe Leistung unterschiedliche Preisspannen — einmal 800 bis 8.000 Euro monatlich, ein anderer Artikel derselben Seite 3.500 bis 15.000 Euro. Wenn eine Quelle sich selbst widerspricht, ist sie keine verlässliche Grundlage.
Unauffindbare Studienzitate. Auffällig präzise Prozentangaben („340 % höhere Erwähnungsrate”, „30 % aller Suchanfragen bis 2026″), zugeschrieben an große Marktforschungsinstitute, ohne dass sich die zitierte Studie tatsächlich auffinden lässt — ein bekanntes Muster bei Content, der Autorität simulieren soll, statt sie zu belegen.
Generische, nicht überprüfbare Fallbeispiele. „Ein B2B-Unternehmen aus München erreichte durch unsere Betreuung 47 % mehr Anfragen” — ohne Firmennamen, ohne Zeitraum, ohne nachprüfbare Details, ist eine solche Aussage nicht mehr als eine Behauptung.
Die praktische Konsequenz: Vergleiche Preisangaben immer über mehrere unabhängige Quellen hinweg, wie in diesem Artikel geschehen — und sei besonders vorsichtig bei Anbietern, deren eigene Preisangaben sich mit angeblich unabhängigen „Studienbelegen” schmücken, die sich nicht nachprüfen lassen.
In welche Preis-Kategorie fällt dein Projekt?
Nur wissen, wo du stehst?
Ein kostenloser oder sehr günstiger Self-Service-Check reicht als Einstieg — mach zuerst den 3-Fragen-Selbsttest, bevor du überhaupt Geld in die Hand nimmst.
Fundierte Standortbestimmung mit Maßnahmenplan gewünscht?
Ein einmaliger Audit im Bereich 500 bis 2.500 Euro ist der richtige nächste Schritt — besonders wenn du danach selbst umsetzen willst.
Kleines Team oder Solo-Unternehmen, überschaubarer Umfang?
Ein Einstiegs-Retainer im Bereich 500 bis 1.500 Euro monatlich oder ein Stunden-Kontingent mit einem Freelancer passt meist besser als ein Agentur-Vollpaket.
Mehrere Marken, Sprachen oder komplexes B2B-Umfeld?
Hier bewegen sich realistische Budgets ab etwa 2.500 Euro monatlich aufwärts — eine Agentur mit Teamstruktur ist meist die passendere Wahl als ein einzelner Freelancer.
Häufige Fragen zu GEO-Preisen
Was kostet GEO?
Laut aktuellen Marktdaten kostet ein einmaliger GEO-Audit für kleine bis mittlere Websites meist 500 bis 2.500 Euro, eine laufende Betreuung für KMU meist 500 bis 3.000 Euro monatlich. Freelancer-Stundensätze liegen bei 70 bis 150 Euro, Agentur-Stundensätze bei 150 bis 300 Euro. Der genaue Preis hängt stark von Website-Größe, Branche und Ausgangslage ab.
Ist GEO teurer als klassisches SEO?
Nicht grundsätzlich — die Stundensätze und Modelle sind weitgehend identisch, weil GEO auf SEO aufbaut und viele Maßnahmen sich überschneiden. Der Gesamtpreis kann höher liegen, wenn zusätzlicher Aufwand für Entity-Aufbau, strukturierte Daten und Content-Umbau anfällt, der bei reinem SEO nicht nötig wäre.
Lohnt sich ein günstiger Freelancer gegenüber einer teuren Agentur?
Der Preis allein sagt wenig über die Qualität. Entscheidend sind nachweisbare Referenzen, eine klare Leistungsbeschreibung und ob Umfang und Verfügbarkeit zum eigenen Bedarf passen. Für viele KMU-Budgets ist ein erfahrener Freelancer mit passender Spezialisierung eine wirtschaftlich sinnvolle Wahl.
Warum nennen viele Anbieter keine Festpreise?
Weil der tatsächliche Aufwand von Website-Größe, technischer Ausgangslage und Branche abhängt — ein pauschaler Festpreis ohne Blick auf die Website ist entweder zu hoch kalkuliert (Sicherheitsaufschlag) oder deckt den echten Aufwand nicht. Ein seriöses Angebot folgt meist auf einen ersten Blick oder einen kurzen Audit.
Was ist bei Preisangaben von Kleinunternehmern nach §19 UStG anders?
Kleinunternehmer nach §19 UStG weisen auf Rechnungen keine Umsatzsteuer aus — Netto- und Bruttobetrag sind identisch. Das ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine steuerliche Regelung für Selbstständige mit begrenztem Vorjahresumsatz, die für Auftraggeber lediglich bedeutet, dass die genannte Summe der Endbetrag ist.
Was sollte ich vor einer Preisanfrage selbst vorbereiten?
Zugriff auf Google Search Console (falls vorhanden), eine grobe Vorstellung des Ziels (mehr Anfragen, bessere KI-Sichtbarkeit, technische Fehler beheben) und eine Einschätzung, wie viel du selbst übernehmen kannst. Das verkürzt die Angebotsphase und macht das Angebot passgenauer.
Was würde GEO für deine Website konkret kosten?
Ich schaue mir deine Website kostenlos an und nenne dir eine ehrliche Einschätzung — keine Pauschale von der Stange, sondern passend zu deiner tatsächlichen Ausgangslage. Trag deine E-Mail ein, ich melde mich persönlich.
Kein Newsletter, kein Spam — eine persönliche Antwort von Andreas Böhm.
