Kurz gesagt
Ob eine SEO-Agentur gute Arbeit macht, können Sie auch ohne Fachwissen beurteilen. Es kommt auf drei Dinge an: Sie wissen jeden Monat, was konkret umgesetzt wurde. Die Berichte zeigen Anfragen oder Umsatz und nicht nur Rankings. Und alle Zugänge zu Ihren Daten gehören Ihnen. Fehlt eines davon über mehrere Monate, ist ein klärendes Gespräch fällig. Fehlen alle drei, lohnt sich ein Wechsel meist.
„Ehrlich gesagt können wir gar nicht beurteilen, ob unsere Agentur gute Arbeit macht.“ Diesen Satz höre ich in Erstgesprächen häufiger als jeden anderen. Das ist kein Vorwurf an die Unternehmen. SEO ist für Außenstehende schwer greifbar, die Ergebnisse kommen verzögert, und viele Berichte sind so aufgebaut, dass man sie eher abheftet als versteht.
Dieser Artikel hilft Ihnen, die Arbeit Ihrer jetzigen Agentur einzuordnen. Sie finden einen Selbsttest, typische Warnsignale, eine Checkliste für einen sauberen Wechsel und die Fragen, die Sie einer neuen Agentur stellen sollten. Ein Hinweis vorab, weil ich selbst Agenturinhaber bin: Nicht jede Unzufriedenheit ist ein Grund zu wechseln. Manchmal reicht ein offenes Gespräch.
Selbsttest: Arbeitet Ihre SEO-Agentur gut?
Beantworten Sie die folgenden Fragen mit Ja oder Nein. Seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst, auch wenn Sie die Agentur persönlich mögen.
8 Fragen an Ihre jetzige Zusammenarbeit
- Können Sie in zwei Sätzen sagen, was Ihre Agentur im letzten Monat konkret umgesetzt hat?
- Wurden zu Beginn schriftlich Ziele festgelegt, die mit Ihrem Geschäft zu tun haben, etwa Anfragen, Anrufe oder Umsatz?
- Zeigt der monatliche Bericht, wie sich diese Ziele entwickeln, und nicht nur Rankings und Sichtbarkeitsindex?
- Haben Sie selbst Inhaber- oder Administratorzugang zu Google Search Console, Google Analytics und Ihrem Google-Unternehmensprofil?
- Bekommen Sie auf Rückfragen innerhalb weniger Tage eine Antwort, die Sie verstehen?
- Erklärt die Agentur auch, was nicht funktioniert hat und warum?
- Wissen Sie, auf welche Suchbegriffe die Agentur hinarbeitet und warum gerade auf diese?
- Könnten Sie die Zusammenarbeit innerhalb von drei Monaten beenden, ohne Ihre Daten oder Inhalte zu verlieren?
Wie lange sollte man einer SEO-Agentur Zeit geben?
Rechnen Sie mit drei bis sechs Monaten, bis sich Rankings spürbar bewegen. Nach sechs Monaten sollte aber in der Search Console eine Entwicklung sichtbar sein, und die Agentur sollte erklären können, woran sie liegt oder warum sie fehlt.
SEO wirkt verzögert. Wer nach sechs Wochen kündigt, hat der Agentur kaum eine Chance gegeben. Gleichzeitig ist „SEO braucht eben Zeit“ keine Antwort, die man über ein Jahr hinweg akzeptieren muss.
Was nach sechs Monaten realistisch ist:
- Technische Fehler, die zu Beginn gefunden wurden, sind behoben.
- In der Google Search Console steigen die Impressionen, also wie oft Ihre Seiten in den Suchergebnissen erscheinen. Klicks folgen oft später.
- Neue oder überarbeitete Seiten sind indexiert und erscheinen für die Begriffe, auf die sie ausgerichtet sind.
- Bei lokalen Betrieben: Das Google-Unternehmensprofil wird häufiger angezeigt, und es kommen Anrufe oder Routenanfragen darüber.
Sehen Sie nach sechs Monaten in keinem dieser Punkte eine Veränderung und bekommen auf Nachfrage keine schlüssige Erklärung, ist ein Wechsel vertretbar. Wie Sie die Search Console dafür lesen, steht in meinem Artikel Warum rankt meine Website nicht bei Google?
Welche Warnsignale sprechen für einen Wechsel?
Manche Dinge sind ein echtes Risiko für Ihre Website, egal wie sympathisch die Agentur ist:
Ranking-GarantienNiemand kann Platz 1 bei Google garantieren. Google sagt das in seinen eigenen Hinweisen zur Auswahl von SEO-Dienstleistern ausdrücklich.
Zugänge gehören der AgenturSearch Console, Analytics oder das Unternehmensprofil laufen über ein Konto der Agentur, und Sie haben nur Lesezugriff oder gar keinen.
Gekaufte Links im Paket„20 Backlinks pro Monat“ als feste Leistung deutet auf gekaufte Links hin. Das verstößt gegen Googles Richtlinien und kann Rankings kosten.
Berichte ohne Bezug zum GeschäftViele Kennzahlen und Kurven, aber keine Antwort darauf, ob mehr Anfragen kommen.
Rankings für Begriffe, die niemand suchtPlatz 1 für eine Wortkombination mit null Suchvolumen sieht im Bericht gut aus, bringt aber keine Kunden.
Massenhaft Texte ohne PrüfungDutzende neue Blogartikel pro Monat, die niemand bei Ihnen fachlich gegengelesen hat. Das schadet eher, als dass es nützt.
Was sollte ich tun, bevor ich kündige?
Suchen Sie ein Gespräch mit drei konkreten Fragen und prüfen Sie Ihren Vertrag. Oft klärt sich dabei mehr, als man erwartet. Und wenn nicht, haben Sie danach eine klare Grundlage für die Entscheidung.
Bitten Sie Ihre Agentur, Ihnen diese drei Fragen schriftlich zu beantworten:
- Was wurde in den letzten drei Monaten konkret umgesetzt, und welche Wirkung hatte es?
- Was ist der Plan für die nächsten drei Monate, und woran sehen wir, ob er funktioniert?
- Was hat bisher nicht funktioniert, und was ändern Sie deshalb?
Eine gute Agentur beantwortet das ohne Mühe. Wenn die Antworten ausweichend sind oder nur aus Fachbegriffen bestehen, haben Sie Ihre Antwort auch.
Prüfen Sie parallel den Vertrag: Kündigungsfrist, Mindestlaufzeit und wer die Rechte an den erstellten Texten und Bildern hat. Gerade der letzte Punkt wird oft übersehen. Regelt der Vertrag die Nutzungsrechte nicht eindeutig, sollten Sie das vor der Kündigung klären. Im Zweifel hilft ein kurzer Blick durch eine Anwältin oder einen Anwalt.
Checkliste: So wechseln Sie Ihre SEO-Agentur ohne Rankingverlust
Ein Agenturwechsel an sich schadet Ihren Rankings nicht. Schaden entsteht, wenn dabei Zugänge, Daten oder Weiterleitungen verloren gehen. Sichern Sie deshalb vor der Kündigung:
| Was | Worauf Sie achten sollten |
|---|
| Google Search Console | Sie selbst als Inhaber der Property eintragen lassen, nicht nur als Nutzer. |
| Google Analytics | Administratorrechte für Ihr eigenes Google-Konto. |
| Google-Unternehmensprofil | Sie müssen Hauptinhaber sein. Hat die Agentur das Profil angelegt, lassen Sie sich die Hauptinhaberschaft übertragen. |
| Domain, Hosting, CMS | Zugangsdaten auf Ihren Namen. Die Domain sollte bei Ihnen registriert sein, nicht bei der Agentur. |
| Google Tag Manager | Administratorzugang, falls vorhanden. |
| Berichte und Analysen | Alle bisherigen Reports, Keyword-Listen und Audits exportieren. |
| Linkaufbau | Liste aller Links, die die Agentur aufgebaut oder gekauft hat. |
| Weiterleitungen | Bestehende Weiterleitungen dokumentieren und auf keinen Fall entfernen. |
Wichtig: Lassen Sie während des Wechsels keine URLs ändern und keine Seiten löschen. Wenn die neue Agentur Ihre Website umbauen will, sollte das erst passieren, wenn sie die bisherige Entwicklung verstanden hat.
Welche Fragen sollte ich einer neuen SEO-Agentur stellen?
Damit Sie beim nächsten Mal nicht in derselben Lage landen, hier die Fragen, die ich mir selbst als Kunde stellen würde, und woran Sie eine gute Antwort erkennen:
| Ihre Frage | Eine gute Antwort | Ein Warnsignal |
|---|
| Wer arbeitet konkret an meiner Website? | Name und Rolle der Person, die Sie auch erreichen können. | „Unser Team“, ohne dass Sie je jemanden kennenlernen. |
| Was passiert in den ersten drei Monaten? | Konkrete Schritte, angepasst an Ihre Website. | Ein Standardplan, der für jeden Kunden gleich klingt. |
| Woran messen wir den Erfolg? | Anfragen, Anrufe oder Umsatz, ergänzt um Rankings. | Nur Sichtbarkeitsindex und Rankings. |
| Wem gehören die Zugänge und Inhalte? | Ihnen, von Anfang an. | Ausweichende Antwort oder Hinweis auf „Agenturkonten“. |
| Wie bauen Sie Links auf? | Über Inhalte, Partner, Verbände oder Presse. | Feste Linkpakete pro Monat. |
| Was garantieren Sie? | Transparenz, Erreichbarkeit und eine ehrliche Einschätzung. | Rankings oder eine feste Anzahl an Anfragen. |
Weitere Kriterien für die Auswahl finden Sie im Artikel Wie finde ich eine gute SEO-Agentur? Wenn es Ihnen auch um Sichtbarkeit in ChatGPT und KI-Suchen geht: Was eine gute GEO-Agentur ausmacht.
Häufige Fragen zum Wechsel der SEO-Agentur
Verliere ich Rankings, wenn ich die SEO-Agentur wechsle?
Der Wechsel selbst kostet keine Rankings. Probleme entstehen, wenn dabei Weiterleitungen entfernt, URLs geändert oder Inhalte gelöscht werden. Sichern Sie vorher alle Zugänge und lassen Sie bestehende Seiten und Weiterleitungen unverändert, bis die neue Agentur die Website kennt.
Soll ich meine SEO-Agentur nach sechs Monaten ohne Ergebnisse wechseln?
Nach sechs Monaten sollten zumindest steigende Impressionen in der Search Console und behobene technische Fehler sichtbar sein. Fehlt beides und kann die Agentur nicht schlüssig erklären, warum, ist ein Wechsel vertretbar. Führen Sie vorher ein Gespräch und lassen Sie sich Umsetzung, Plan und bisherige Fehlschläge schriftlich erläutern.
Wie erkenne ich ohne SEO-Wissen, ob meine Agentur gut arbeitet?
Prüfen Sie drei Dinge: Wissen Sie, was jeden Monat umgesetzt wird? Zeigen die Berichte Anfragen oder Umsatz statt nur Rankings? Haben Sie selbst Inhaberzugang zu Search Console, Analytics und Google-Unternehmensprofil? Wenn alle drei Fragen mit Ja beantwortet werden, ist die Grundlage gut.
Gehören die Texte, die meine Agentur geschrieben hat, mir?
Das hängt vom Vertrag ab. Üblich ist, dass Sie die Nutzungsrechte an bezahlten Texten und Bildern erhalten, das sollte aber ausdrücklich geregelt sein. Prüfen Sie den Vertrag vor der Kündigung und lassen Sie sich die Rechte im Zweifel schriftlich bestätigen.
Was mache ich mit gekauften Links der alten Agentur?
Lassen Sie sich zuerst eine vollständige Liste geben. Ob Handlungsbedarf besteht, hängt davon ab, ob Google die Links bereits abwertet oder ob eine manuelle Maßnahme in der Search Console vorliegt. Laut Google brauchen die meisten Websites das Disavow-Tool nicht. Lassen Sie das vor einer Entscheidung von der neuen Agentur prüfen.
AB
Andreas Böhm
Inhaber von Deine SEO Agentur in Herten. Ich betreue kleine und mittlere Unternehmen bei Suchmaschinenoptimierung und Sichtbarkeit in KI-Suchen und arbeite allein, Kunden sprechen also immer mit mir. Davor und daneben über 15 Jahre SAP-Beratung in der Logistik.
Mehr über mich
Sie wollen eine zweite Meinung?
Schicken Sie mir Ihre Website und, wenn Sie mögen, den letzten Bericht Ihrer Agentur. Ich sage Ihnen kostenlos und ehrlich, wie ich die Arbeit einschätze. Auch wenn das Ergebnis lautet: Bleiben Sie bei Ihrer Agentur.
Kostenlose Zweitmeinung anfragen Kurz gesagt
Wenn eine Website bei Google nicht rankt, liegt es meist an einer von drei Stellen: Google hat die Seite gar nicht im Index, die Seite passt nicht zu dem, was Leute tatsächlich suchen, oder andere Seiten wirken für Google vertrauenswürdiger. Die Reihenfolge der Prüfung ist wichtig. Wer zuerst an Texten feilt, obwohl die Seite gar nicht indexiert ist, verliert Wochen.
Die Frage höre ich von Handwerkern, Selbstständigen und kleinen Shops fast wortgleich: „Ich habe doch eine Website. Warum findet mich da niemand?“ Oft wurde viel Geld in das Design gesteckt, und dann passiert monatelang nichts.
Die meisten Ursachen kannst du selbst eingrenzen, ohne Tools für hunderte Euro im Monat. Du brauchst dafür die kostenlose Google Search Console und etwa eine halbe Stunde. Ich gehe die Ursachen in der Reihenfolge durch, in der ich sie auch bei Kundenprojekten prüfe, weil jede Stufe auf der vorherigen aufbaut.
Diagnose in dieser Reihenfolge
Ist die Seite im Google-Index?Wenn nicht, ist alles andere egal.
Für welche Begriffe erscheinst du schon?Oft rankst du, nur nicht für die Begriffe, die du erwartest.
Gibt es für jede Leistung eine eigene Seite?Eine Startseite kann nicht zu allem passen.
Wie gut ist dein Google-Unternehmensprofil?Bei lokalen Suchen oft wichtiger als die Website.
Was machen die Seiten, die vor dir stehen?Die Konkurrenz legt die Messlatte fest.
Gibt es technische Bremsen?Kommt seltener vor, als viele glauben.
Ist deine Website überhaupt bei Google indexiert?
Prüf es in der Google Search Console unter „URL-Prüfung“. Steht dort „URL ist nicht auf Google“, kann die Seite nicht ranken, egal wie gut sie ist.
Das klingt banal. Ich sehe trotzdem regelmäßig Websites, die schlicht für Google gesperrt sind. Die häufigsten Gründe:
- In WordPress ist unter Einstellungen › Lesen noch der Haken „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ gesetzt. Der wird beim Aufbau gerne aktiviert und nach dem Livegang vergessen.
- Einzelne Seiten stehen im SEO-Plugin auf
noindex. - Die robots.txt sperrt Verzeichnisse, die eigentlich gefunden werden sollen.
- Die Seite ist ganz neu. Google braucht für neue Seiten Tage bis Wochen, manchmal länger, besonders wenn keine andere Seite darauf verlinkt.
Einen schnellen ersten Eindruck bekommst du, wenn du bei Google site:deine-domain.de eingibst. Die Zahl der Treffer ist nur ein grober Richtwert. Verlässlich ist der Bericht „Seiten“ in der Search Console. Dort siehst du auch Meldungen wie „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“. Das heißt: Google kennt die Seite, hält sie aber im Moment nicht für wertvoll genug. Dann liegt das Problem beim Inhalt, nicht bei der Technik.
Rankt deine Website vielleicht, nur nicht für die richtigen Begriffe?
Im Leistungsbericht der Search Console siehst du, bei welchen Suchanfragen deine Seite schon angezeigt wird. Häufig ist das nur der eigene Firmenname.
Viele Betriebe googeln ihren eigenen Namen, sehen sich auf Platz 1 und halten das Thema für erledigt. Wer deinen Namen schon kennt, findet dich aber sowieso. Neue Kunden suchen nach dem Problem oder der Leistung: „Dachrinne reinigen Herten“, „Steuerberater Recklinghausen Existenzgründung“, „Elektriker Notdienst Gelsenkirchen“.
Filter im Leistungsbericht deinen Firmennamen heraus und schau, was übrig bleibt. Siehst du dort Suchanfragen mit vielen Impressionen, aber Position 20 oder schlechter, hast du einen guten Startpunkt. Google hält deine Seite für grundsätzlich passend, aber nicht für die beste Antwort.
Hast du für jede Leistung eine eigene Seite?
Eine Seite rankt in der Regel für ein Thema. Wenn alle Leistungen auf der Startseite stehen, konkurriert jede mit den spezialisierten Seiten deiner Mitbewerber und verliert.
Bei kleinen Betrieben stoße ich darauf am häufigsten. Ein Malerbetrieb bietet Innenanstrich, Fassade, Tapezieren und Bodenbeläge an, und alles steht in einem Absatz auf der Startseite. Sucht jemand „Fassade streichen lassen Marl“, zeigt Google lieber die Seite eines Mitbewerbers, die sich ausschließlich um Fassaden in Marl dreht.
Mehr Text hilft hier wenig. Was hilft, ist eine Seite pro Hauptleistung, jeweils mit einer klaren Überschrift, echten Details (Ablauf, Material, grober Preisrahmen, Fotos von eigenen Projekten) und einer Antwort auf die Fragen, die Kunden am Telefon stellen. Wenn du in mehreren Städten arbeitest, gehört das Einzugsgebiet sichtbar auf die Seite. Getrennte Ortsseiten lohnen sich nur, wenn du für jeden Ort auch wirklich etwas Eigenes zu sagen hast. Zehn fast identische Seiten, bei denen nur der Stadtname getauscht ist, wertet Google eher ab.
Welche Rolle spielt das Google-Unternehmensprofil?
Bei Suchen mit Ortsbezug zeigt Google oft zuerst eine Karte mit drei Betrieben. Wer dort erscheint, entscheidet vor allem das Google-Unternehmensprofil, nicht die Website allein.
Google nennt für diese lokalen Ergebnisse selbst drei Kriterien: wie gut das Profil zur Suche passt, wie weit der Betrieb vom Suchenden entfernt ist und wie bekannt er ist. An der Entfernung kannst du nichts ändern, an den anderen beiden sehr wohl.
- Die Hauptkategorie muss genau zu deinem Kerngeschäft passen. „Dachdecker“ ist besser als „Bauunternehmen“, wenn du Dächer machst.
- Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos und Einzugsgebiet vollständig pflegen.
- Bewertungen aktiv erfragen und beantworten, auch die kritischen.
- Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall gleich geschrieben sein: im Profil, auf der Website, im Impressum und in Branchenverzeichnissen.
Mehr dazu, was Handwerksbetriebe konkret tun können, steht in meinem Artikel über SEO für Handwerker.
Sind die Seiten vor dir einfach besser?
Google vergleicht immer. Schau dir die ersten fünf Ergebnisse für deinen wichtigsten Suchbegriff an und frag dich ehrlich, warum ein Kunde deren Seite nützlicher finden könnte.
Das ist die unbequemste Ursache, weil man sie nicht in den Einstellungen findet. Wenn die Seiten vor dir Preise nennen, Projekte zeigen, echte Fragen beantworten und seit Jahren von anderen Seiten verlinkt werden, reicht eine ordentliche Seite mit zwei Absätzen nicht.
Achte beim Vergleich auf konkrete Dinge: Wie ausführlich sind die Seiten? Welche Fragen beantworten sie, die du nicht beantwortest? Zeigen sie echte Fotos und Namen oder Stockbilder? Werden sie in lokalen Medien, bei Verbänden oder von Partnern erwähnt? Daraus ergibt sich fast immer eine klare Liste, was dir fehlt.
Vertrauen entsteht übrigens auch außerhalb deiner Website: Erwähnungen in der Lokalpresse, ein Eintrag bei der Handwerkskammer oder im Branchenverband, Links von Lieferanten und Partnern. Solche Signale kann man nicht über Nacht aufbauen, aber sie wirken langfristig.
Kann Technik der Grund sein, warum meine Seite nicht rankt?
Ja, aber seltener, als viele denken. Technik verhindert Rankings vor allem dann, wenn Google Inhalte nicht lesen kann oder die Seite auf dem Smartphone kaum benutzbar ist.
Eine Ladezeit, die ein paar Zehntelsekunden über dem Idealwert liegt, ist selten der Grund, warum eine Seite auf Seite 3 steht. Echte Bremsen sehen anders aus:
- Die mobile Ansicht ist kaputt, Texte sind abgeschnitten oder Buttons nicht klickbar. Google bewertet Seiten vorrangig in der mobilen Version.
- Wichtige Inhalte stehen nur in Bildern oder werden erst per JavaScript nachgeladen.
- Dieselbe Seite ist unter mehreren Adressen erreichbar, etwa mit und ohne www, ohne dass eine Version festgelegt ist.
- Nach einem Relaunch wurden alte Adressen nicht weitergeleitet, und die Rankings der alten Seiten sind verloren gegangen.
Wenn du Pagespeed-Werte prüfen willst, nimm PageSpeed Insights von Google und schau vor allem auf die mobilen Ergebnisse. Ein roter Wert heißt nur, dass du genauer hinschauen solltest.
Wie lange dauert es, bis SEO wirkt?
Das hängt von der Konkurrenz ab. Bei lokalen Nischen können sich erste Veränderungen nach einigen Wochen zeigen, bei umkämpften Begriffen dauert es eher Monate. Garantieren kann das niemand seriös.
Manchmal ist die ehrliche Antwort auf „Warum rankt meine Seite nicht?“: weil sie erst seit drei Wochen online ist. Neue Domains haben noch keine Geschichte, keine Links und keine Nutzersignale. Wer in dieser Phase jede Woche alles umbaut, macht es Google eher schwerer.
Und falls dir jemand Platz 1 in 30 Tagen verspricht: Das kann niemand zusichern, weil niemand außer Google den Algorithmus steuert. Auch Google selbst weist darauf hin, dass niemand ein Ranking garantieren kann.
Selten, aber möglich: Google kann eine Seite wegen Verstößen gegen seine Richtlinien manuell abstrafen, etwa bei gekauften Links. Ob das bei dir der Fall ist, siehst du in der Search Console unter „Sicherheit und manuelle Maßnahmen“. Steht dort „Keine Probleme erkannt“, kannst du diesen Punkt abhaken.
Symptom, Ursache, erster Schritt: die Übersicht
| Was du beobachtest | Wahrscheinliche Ursache | Erster Check |
|---|
| Seite taucht bei Google gar nicht auf | Nicht indexiert (noindex, Sperre, zu neu) | URL-Prüfung in der Search Console |
| Nur beim Firmennamen gefunden | Keine Seiten zu den gesuchten Leistungen | Leistungsbericht ohne Markennamen filtern |
| Viele Impressionen, Position 15 bis 40 | Seite passt grob, ist aber nicht die beste Antwort | Top-5-Ergebnisse vergleichen |
| Nicht in der Kartenansicht | Unternehmensprofil unvollständig oder falsche Kategorie | Profil, Kategorie und Bewertungen prüfen |
| Rankings nach Relaunch weg | Fehlende Weiterleitungen | Alte URLs aufrufen, auf 404 achten |
| „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ | Inhalt für Google zu dünn oder doppelt | Seite inhaltlich ausbauen oder zusammenlegen |
Gilt das auch für ChatGPT und KI-Suchen?
Weitgehend ja. Systeme wie ChatGPT mit Websuche, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google greifen auf dieselben Grundlagen zurück: Sie müssen deine Seite abrufen können, den Inhalt verstehen und dir vertrauen. Eine Seite, die bei Google nicht indexiert ist, hat auch in KI-Antworten schlechte Karten. Was darüber hinaus für KI-Systeme zählt, erkläre ich in der Anleitung zur GEO-Optimierung.
Häufige Fragen
Warum finde ich meine Website bei Google nicht, obwohl sie online ist?
Online heißt nicht indexiert. Prüf in der Google Search Console mit der URL-Prüfung, ob Google die Seite kennt. Häufige Gründe für fehlende Indexierung sind eine aktive Suchmaschinensperre in WordPress, ein noindex-Tag oder dass die Seite noch sehr neu ist.
Wie kann ich mein Google-Ranking selbst verbessern?
Erst die Indexierung sicherstellen, dann für jede wichtige Leistung eine eigene, ausführliche Seite anlegen, das Google-Unternehmensprofil vollständig pflegen und aktiv um Bewertungen bitten. Diese Schritte kosten Zeit, aber kein Geld, und bringen bei lokalen Betrieben oft am meisten.
Brauche ich für ein gutes Ranking viele Backlinks?
Für lokale Betriebe meist nicht in großer Zahl. Wichtiger sind einige passende Erwähnungen, etwa von Verbänden, Partnern oder der Lokalpresse, und einheitliche Firmendaten in Verzeichnissen. Gekaufte Links können schaden, weil Google sie als Verstoß gegen seine Richtlinien wertet.
Ist meine Website zu langsam für Google?
Möglich, aber selten der Hauptgrund. Prüf die Seite mit PageSpeed Insights, vor allem mobil. Kritisch wird es, wenn die Seite auf dem Smartphone kaum bedienbar ist oder Inhalte nicht lädt. Kleine Abweichungen bei den Messwerten erklären fehlende Rankings in der Regel nicht.
Kann mir eine Agentur Platz 1 bei Google garantieren?
Nein. Rankings entstehen durch Googles Bewertung und durch das, was die Konkurrenz tut. Beides kann keine Agentur kontrollieren. Seriös ist eine Einschätzung, wie realistisch bestimmte Ziele sind, und transparente Berichte über die Entwicklung.
AB
Andreas Böhm
Inhaber von Deine SEO Agentur in Herten. Ich betreue kleine und mittlere Betriebe im Ruhrgebiet bei lokaler Suchmaschinenoptimierung und Sichtbarkeit in KI-Suchen. Davor und daneben über 15 Jahre SAP-Beratung im Bereich Logistik, daher mein Blick für saubere Strukturen und Prozesse.
Mehr über mich
Du willst wissen, woran es bei deiner Seite liegt?
Im kostenlosen SEO- und GEO-Check schaue ich mir deine Website an und sage dir, welche der Ursachen oben bei dir zutrifft und was du zuerst angehen solltest. Auch wenn die Antwort lautet, dass du es gut selbst machen kannst.
Kostenlosen Website-Check anfragen