Transparenzhinweis: Ich biete selbst GEO an. Sie lesen also keine neutrale Marktübersicht. Was Sie bekommen, sind fachliche Prüffragen, die Sie jedem Anbieter stellen können — mir eingeschlossen — plus ein Abschnitt darüber, wo ich selbst an Grenzen stoße.
Kurz beantwortet: Eine gute GEO-Agentur erkennen Sie daran, dass sie erklären kann, wie KI-Systeme zu ihren Antworten kommen — und dass sie dabei über Crawlbarkeit, eindeutige Unternehmensdaten und externe Quellen spricht, nicht über „KI-optimierte Texte". Sie sagt außerdem offen, dass sich KI-Sichtbarkeit nur eingeschränkt messen lässt. Wer garantierte Nennungen in ChatGPT oder ein monatliches „KI-Ranking" verkauft, hat das Feld nicht verstanden oder rechnet damit, dass Sie es nicht prüfen.
GEO ist ein junges Feld — und das merkt man am Markt. Viele Anbieter, die vor zwei Jahren reines SEO gemacht haben, schreiben heute „GEO-Agentur" aufs Schild. Manche haben sich wirklich eingearbeitet, andere haben ein neues Wort auf ein altes Angebot geklebt. Von außen ist das kaum zu unterscheiden, weil beide dieselben Begriffe verwenden.
Als ich selbst entschieden habe, GEO anzubieten, war die entscheidende Frage nicht „wie verkaufe ich das", sondern „woran würde ein Kunde merken, ob ich es kann". Diese Prüffragen sind dabei herausgekommen. Sie funktionieren im Erstgespräch bei jedem Anbieter.
Fünf Prüffragen für das Erstgespräch
„Wie kommt eine KI überhaupt zu ihrer Empfehlung?"
Die Grundlagenfrage. Eine kompetente Antwort unterscheidet zwischen dem, was ein Modell aus dem Training kennt, und dem, was es während eines Gesprächs im Netz abruft — und erklärt, dass nur das Zweite direkt beeinflussbar ist.
Gutes Zeichen: Die Antwort unterscheidet Trainingswissen und Live-Abruf und nennt externe Quellen als Faktor.
Warnsignal: „Wir schreiben Ihre Texte KI-optimiert" — als wäre GEO eine Schreibtechnik.
„Wie prüfen Sie zuerst, ob meine Seite für KI-Crawler erreichbar ist?"
Der häufigste Grund für Unsichtbarkeit in KI-Antworten ist banal: Die Seite blockiert KI-Bots — über robots.txt, Hoster-Einstellungen oder eine Cloudflare-Funktion, die mit einem Klick alle KI-Crawler aussperrt. Wer das nicht als ersten Schritt nennt, arbeitet an der Fassade, bevor das Fundament steht.
Gutes Zeichen: Crawlbarkeit wird als allererster Prüfpunkt genannt, konkret mit robots.txt und Bot-Schutz.
Warnsignal: Das Thema kommt gar nicht vor.
„Was tun Sie außerhalb meiner Website?"
KI-Systeme bilden sich ihr Bild von einem Unternehmen nicht nur aus dessen eigener Seite, sondern aus Verzeichnissen, Bewertungen, Fachbeiträgen und Erwähnungen Dritter. Eine GEO-Strategie, die ausschließlich On-Page arbeitet, greift zu kurz.
Gutes Zeichen: Konsistenz der Unternehmensdaten über alle Quellen hinweg wird als eigener Arbeitsbereich benannt.
Warnsignal: Alles dreht sich nur um Texte auf Ihrer eigenen Seite.
„Wie messen Sie den Erfolg — und was können Sie nicht messen?"
Die ehrlichste Frage im ganzen Gespräch. KI-Sichtbarkeit ist schwer messbar: Es gibt keine öffentliche Rankingliste, Antworten variieren von Anfrage zu Anfrage, und ein Teil des Effekts taucht in keiner Statistik auf, weil Nutzer gar nicht mehr klicken. Wer das offen sagt und trotzdem einen sinnvollen Messansatz vorschlägt, weiß, wovon er spricht.
Gutes Zeichen: Die Grenzen der Messbarkeit werden von sich aus angesprochen.
Warnsignal: Ein sauberes monatliches „KI-Ranking" wird als Standardleistung versprochen.
„Wie verhält sich GEO zu meinem bestehenden SEO?"
Wer GEO als Ablösung von SEO verkauft, verkauft einen Bruch, den es nicht gibt. KI-Systeme greifen überwiegend auf Inhalte zurück, die auch klassisch auffindbar sind. GEO ist eine zusätzliche Ebene auf einem SEO-Fundament — nicht dessen Nachfolger.
Gutes Zeichen: GEO wird als Ergänzung erklärt, mit klarer Reihenfolge: erst Fundament, dann Aufbau.
Warnsignal: „SEO ist tot, jetzt kommt GEO."
Wenn Sie tiefer einsteigen wollen, warum die letzte Frage so entscheidend ist: Ist GEO das neue SEO?
Warnsignale speziell bei GEO-Anbietern
- Garantierte Nennungen in ChatGPT, Perplexity oder Claude
- Separate Pakete pro KI-System, als bräuchte jedes eine eigene Optimierung
- „KI-optimierte Texte" als einzige beschriebene Leistung
- Zahlen zur KI-Sichtbarkeit ohne Erklärung, wie sie erhoben wurden
- Das Wort GEO taucht überall auf, aber niemand kann erklären, wofür es steht
- Der Anbieter selbst ist in KI-Antworten zu seinem eigenen Thema nicht auffindbar
Wo ich selbst an Grenzen stoße
Wenn ich Prüffragen aufstelle, muss ich sie auch auf mich anwenden. Drei ehrliche Punkte:
- Ich kann keine Nennungen garantieren. Niemand kann das. Ich kann die Voraussetzungen schaffen und plausibel machen, warum sie wirken — mehr nicht.
- Die Messung bleibt unbefriedigend. Ich kann stichprobenartig prüfen, ob und wie Sie in KI-Antworten auftauchen. Ein sauberer Zeitreihen-Report wie bei Google-Rankings ist das nicht, und ich verkaufe es auch nicht als solchen.
- Das Feld ist jung. Vieles, was heute als GEO-Best-Practice gilt, beruht auf Beobachtung und Plausibilität, nicht auf jahrelang belegten Daten. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, übertreibt — ich eingeschlossen, wenn ich es täte.
Was ich dafür mitbringe: fünfzehn Jahre als SAP-Berater, in denen ich erklärungsbedürftige technische Themen für Fachpublikum aufbereitet habe. Genau diese Fähigkeit — Komplexes eindeutig und belegbar darstellen — ist der Kern von GEO.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich eine kompetente GEO-Agentur?
Daran, dass sie erklären kann, wie KI-Systeme zu Antworten kommen, Crawlbarkeit als ersten Prüfpunkt nennt, auch außerhalb der Website arbeitet, die Grenzen der Messbarkeit offen anspricht und GEO als Ergänzung zu SEO einordnet statt als Ersatz.
Kann eine Agentur Nennungen in ChatGPT garantieren?
Nein. Es gibt keinen öffentlichen Index und keine Rankingliste bei KI-Systemen. Garantien sind in diesem Feld ein klares Warnsignal.
Braucht jedes KI-System eine eigene Optimierung?
In der Regel nicht. Die Grundlagen — Erreichbarkeit für Crawler, eindeutige Unternehmensdaten, belegbare Inhalte, unabhängige Erwähnungen — wirken bei allen Systemen. Separate Pakete pro KI-System sind meist ein Verkaufsargument, keine fachliche Notwendigkeit.
Lässt sich KI-Sichtbarkeit überhaupt messen?
Nur eingeschränkt. Antworten variieren zwischen Anfragen, es gibt keine offizielle Rangliste, und ein Teil der Wirkung entsteht ohne Klick. Möglich sind stichprobenartige Prüfungen und die Beobachtung von Erwähnungen — ein exakter Ranking-Report ist es nicht.
Prüfen Sie zuerst Ihre eigene Ausgangslage
Bevor Sie Anbieter vergleichen: In fünf Minuten sehen Sie kostenlos, wo Ihre Seite bei den GEO-Grundlagen steht — und stellen im Gespräch dann die besseren Fragen.
Kostenlos selbst testen

Schreibe einen Kommentar